#MissionMannheim: SSC Palmberg Schwerin zurück auf dem Pokal-Thron 24.02.2019

#MissionMannheim: SSC Palmberg Schwerin zurück auf dem Pokal-Thron
ViB24.TV Glückliche Siegerinnen: Nach sechs Jahren holt Schwerin wieder den DVV-Pokal (Foto: Sebastian Wells)

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 24.02.2019

#MissionMannheim: SSC Palmberg Schwerin zurück auf dem Pokal-Thron

Nach sechs Jahren hat das Warten ein Ende: Der SSC Palmberg Schwerin ist nach einem 3:0-Sieg (25-21, 25-21, 25-20) gegen Allianz MTV Stuttgart erstmals seit 2013 zurück auf dem Pokal-Thron. In einem umkämpften Spiel in der SAP Arena Mannheim gelang den Schwerinerinnen die Revanche für das Finaldrama von 2017. Für Schwerin ist es der insgesamt sechste DVV-Pokal-Titel.

Schwerin profitiert von besserem Angriff

Das Spiel der beiden aktuell besten Teams Deutschlands hielt von Beginn an, was sich Fans und Experten versprochen hatten: Hochklassige Ballwechsel und Spannung. So erwischte der SSC Palmberg Schwerin den besseren Start und zog im ersten Satz auf 16:11 davon. Im Gegenzug erzielte Stuttgart gleich sechs Punkte in Folge zur Führung. Als große Achillesferse der Stuttgarterinnen sollte sich der Angriff erweisen. Gerade einmal gut ein Drittel ihrer Angriffe konnten sie verwandeln. Zu wenig gegen konzentrierte Schwerinnerinnen. Ein Doppelblock von Kimberly Drewniok und Lauren Barfield brachte Schwerin mit 1:0 (25-21) in Führung.

Die 10.287 Zuschauer sahen auch im zweiten Satz ein ähnliches Bild. Zwar agierte der Pokalsieger im Angriff deutlich besser, doch Schwerins großer Pluspunkt war die Annahme. Bekamen die Schwerinerinnen diese sauber zu Zuspielerin Denise Hanke, gelang ihnen in zwei Dritteln der Fälle ein Punkt. Bis zum Ende war es ein enger Schlagabtausch (23-21), den Schwerin mit zwei Punkten in Folge für sich entschied.

Klare Angelegenheit zum Schluss

Nach dem 2:0 kamen Erinnerungen an 2017 hoch, als Schwerin einen 2:0-Satzvorsprung noch aus der Hand gab und dramatisch verlor. Die Stuttgarter Fans wurden noch einmal laut, als der MTV nach einem 3:10-Rückstand im dritten Satz bis auf zwei Punkte verkürzen konnte (13-15). Der Schweriner Rettungsanker war die Blockarbeit. Mittelblockerin Barfield verwandelte ein schnelles Zuspiel von Britt Bongaerts über die Mitte zum 24:19. Fünf Matchbälle für Schwerin. Am Ende war es Nationalspielerin Kimberly Drewniok, die Schwerins Traum zum 25:20 vollendete und für großen Jubel bei der „Gelben Wand“ sorgte.

Felix Koslowski, Coach SSC Palmberg Schwerin: „Aller guten Dinge sind drei. Es war mein dritter Anlauf als Chefcoach im DVV-Pokalfinale, einmal mit Suhl und jetzt zum zweiten Mal mit Schwerin. Für mich war es das schwierigste Finale. Stuttgart hat bisher eine unglaubliche Saison gespielt und hat einen sensationellen Kader. Meine Mannschaft hat sehr stark gespielt. Wir haben uns auf das Wesentliche fokussiert und die meiste Zeit sehr stark gespielt. Das war heute eine Top-Leistung.“

Kimberly Drewniok, Diagonalangreiferin SSC Palmberg Schwerin: „Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir 3:0 gewinnen. Es hat wirklich Spaß gemacht mit der Mannschaft, es war eine super Teamleistung. Wir waren sehr fokussiert, haben unsere Stärken ausgespielt und sind auch bei Rückständen geduldig geblieben. Das hat heute den Unterschied ausgemacht.“

Jana-Franziska Poll, Außenangreiferin Allianz MTV Stuttgart: „Natürlich ist es ärgerlich, wenn man verliert. Wir hatten zwar einige gute Spielzüge, aber einfach zu viele Fehler in der Annahme und beim Aufschlag. Das schlimmste ist, zu wissen, dass wir viel besser spielen können! Schade, dass wir unseren traumhaften Fans, die uns wieder so toll unterstützt haben, nichts zurückgeben konnte. Aber Kopf hoch - wir haben noch andere Ziele zu erreichen!"

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Dominik Drutschmann
Manager Digitale Medien und PR

#MissionMannheim: Friedrichshafen fliegt zum 16. Pokalsieg

Triple in der Ära Heynen: Der VfB Friedrichshafen hat mit einer eindrucksvollen Leistung seinen Status als Pokal-Primus in Deutschland untermauert. Mit einem 3:0-Sieg (25-23, 25-18, 25-16) gegen die SVG Lüneburg haben die „Häfler“ zum insgesamt 16. Mal den DVV-Pokal gewonnen. Bei der vierten Auflage in der SAP Arena Mannheim sahen 10.287 Zuschauer eine überlegene Mannschaft aus Friedrichshafen.


Jubeltraube mit Bärti: Für den VfB Friedrichshafen war es der dritte Pokalsieg in Folge (Foto: Sebastian Wells)

Spannender Beginn

Die SVG Lüneburg erwischte den deutlich besseren Start in das DVV-Pokalfinale und lag im ersten Satz zwischenzeitlich mit 15-12 in Führung. Dabei war das Rezept einfach: Lüneburgs Aufschläge bereiteten der Annahme des VfB einige Probleme. Die „LüneHünen“ nutzten ihre Chancen eiskalt aus und ließen sich die Führung bis zum Stand von 21-19 nicht nehmen. Dann aber schlug die Stunde des Rekordpokalsiegers vom Bodensee.

Über eine gute Block-Feldabwehr entschied Friedrichshafen die langen Ballwechsel für sich. Mit einem Block gelang ihnen der Ausgleich zum 21-21. Ein gefühlvoller Angriff von David Sossenheimer, den er auf der gegnerischen Seitenlinie platzierte – Führung für den VfB. Auch das Aufschlagspiel der Lüneburger ließ nach (sieben Fehler) und ermöglichte den „Häflern“ einfache Punkte. Beim ersten Satzball (24-23) profitierte Friedrichshafen von einem Netzfehler der angreifenden Lüneburger. 1:0-Führung.

Friedrichshafen lässt Lüneburg keine Chance

Zum Start des zweiten Durchgangs war den Lüneburgern anzumerken, dass der erste Satz viel Kraft gekostet hat. Ganz anders auf der anderen Seite: Über eine starke Annahme konnte VfB-Zuspieler Jakob Janouch die Bälle nach Belieben verteilen. Mit Philipp Collin, Athanasio Protopsaltis und David Sossenheimer erzielten gleich drei Spieler fünf Punkte. Der VfB zog bis auf 21-13 davon, ein schneller Angriff über Mittelblocker Jakob Günthör beendete den zweiten Satz beim Stand von 25-18. Bei den Lüneburgern, die im Halbfinale noch den deutschen Meister aus Berlin nach einem 0:2-Rückstand ausgeschaltet hatten, kam noch einmal kurz Hoffnung auf. Dabei sollte selbst eine 8-5 Führung im dritten Satz nicht für den erhofften Satzgewinn reichen. Der VfB Friedrichshafen spielte konzentriert weiter und nutzte den ersten Matchball beim Stand von 24-16 zum Sieg.

Vital Heynen, Coach VfB Friedrichshafen: „Ich wusste, wenn wir unser Spiel machen, dann wird es für Lüneburg sehr schwer. Der erste Satz war der Knackpunkt, danach haben wir unser Spiel gemacht und clever gespielt. Pokalspiele muss man lernen, da hatten wir definitiv einen Vorteil. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt unsere Form gefunden und die Partie nach dem engen Start in den Griff bekommen. Dann haben ich den Volleyball gesehen, den ich mir von meiner Mannschaft wünsche.“

Stefan Hübner, Coach SVG Lüneburg: „Gegen den VfB Friedrichhafen ist es immer sehr schwer. Sie haben die Qualität, spielerisch und taktisch etwas zu ändern und schnell Anpassungen vorzunehmen. Wir haben nach dem guten Start lange Zeit nicht die richtigen Antworten gefunden. Es ist ein bisschen traurig, weil zwei, drei meiner Spieler im zweiten und dritten Satz nicht mehr das gezeigt haben, was sie können.“

David Sossenheimer, Außenangreifer VfB Friedrichshafen: „Den Pokal zu gewinnen, bedeutet jedes Jahr harte Arbeit. Lüneburg hat uns im ersten Satz das Leben sehr schwer gemacht, da kann es auch anders ausgehen. Wir sind aber ruhig geblieben, weil wir die Situation kannten. Am Ende spielen wir es souverän zu Ende. Wir freuen uns riesig über den Sieg.“

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Dominik Drutschmann
Manager Digitale Medien und PR

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 21.02.2019

#MissionMannheim: Faszination Fanclub – und wie sie sich auf das DVV-Pokalfinale vorbereiten

Am 24. Februar spielen die vier Pokalfinalisten in der SAP Arena zwar die Hauptrolle, aber auch neben dem Feld wird von allen vier Fanlagern aus Friedrichshafen, Lüneburg, Schwerin und Stuttgart einiges geboten. Zu jedem Finalteam gehört ein Fanclub, der den Auftritt in der SAP Arena in ein Heimspiel für die eigene Mannschaft verwandeln möchte.


Immer wieder ein Highlight beim DVV-Pokalfinale: die Fans und Fanclubs der Vereine (Foto: Sebastian Wells)

Gemeinsam stark

Egal ob man am Sonntag in den Schweriner, Stuttgarter, Lüneburger oder Friedrichshafener Fanblock schaut: Alle Fanclubs eint die Liebe zum Volleyball. Für Anna Thater, Fanclub-Vorsitzende der „Gelben Wand“ in Schwerin, ist das Engagement etwas Besonderes. „Für mich ist es eine Leidenschaft, die kein Leiden schafft, sondern Spaß.“ Wolfgang Rupprecht und Cajetan Baumann vom „LüneBlock“ sehen es genauso: „Die Leistung des Gegners wird respektiert. Das gemeinsame Ziel der Bundesliga-Fanclubs ist es, Volleyball populärer zu machen.“ Die Fanclubs kennen und schätzen sich, einmal im Jahr gibt es sogar ein Fanclub-Turnier.

Große Vorbereitungen im Vorfeld auf das DVV-Pokalfinale

Das DVV-Pokalfinale am 24. Februar in Mannheim stellt für alle Fanclubs nicht nur ein großes Highlight dar, sondern erfordert auch großes Organisationsgeschick. Während man in Lüneburg an einer aufwendigen Choreo mit 300 Fahnen in den Vereinsfarben, Pompons, Perücken und einem eigenen Pokallied arbeitet, setzt man in Schwerin, Stuttgart und Friedrichshafen auf viele „Trommeln, Becken und vorab liebevoll erstellte Banner“, sagen Rudi Krafcsik von den „Bluebears“ aus Friedrichshafen und Frank Müller von den „Stuttgarter Volleyball Supporters“. Alle Fanartikel müssen im Vorfeld durch Hersteller und SAP Arena hinsichtlich der Brandschutzbedingungen geprüft und zugelassen werden.

Wer macht mit wem gemeinsame Sache?

Die Arbeit lohnt sich: Seit jeher ist das DVV-Pokalfinale ein farbenfrohes Zusammenspiel aller Fanclubs. Dabei gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Die Fans der Teams, die gerade nicht auf dem Court stehen, unterstützen eine Mannschaft des anderen Geschlechts und peitschen diese mit den jeweils anderen Fanlagern lautstark nach vorn. Dabei bilden sich nicht selten geographische Allianzen: „Wir wollen dieses Jahr mit Lüneburg zusammen unsere Teams anfeuern. Da wird ein rauer Wind aus dem Norden wehen“, sagt Thater, Vertreterin der „Gelben Wand“. Aus dem Süden kommt die Antwort: „Ist ja wohl klar, wir Schwaben halten zusammen“, sagt Krafcsik und lässt damit keine Zweifel an der Verbindung zwischen Stuttgart und Friedrichshafen aufkommen.

Nach dem Spiel ist vor der Party

Gefeiert werden soll natürlich am besten der Pokalsieg der eigenen Mannschaft. Der „LüneBlock“ hat schon konkrete Pläne für den möglichen ersten Titel der Vereinsgeschichte: „Wenn wir gewinnen, dann gibt es kein Halten mehr.“ Für die Siegesfeier in der Heimat wird schon angekündigt, dass dem Lüneburger Rathaus noch ein Balkon gebaut werden müsse. Nicht ganz so „exzessiv“ planen die anderen Fanclubs, die jedoch auch alle ein „rauschendes und friedliches Fest“ ankündigen.

Fanbus oder Sonderzug

Der „LüneBlock“ kündigte nach dem gewonnenen Halbfinale bereits den Sonderzug an. Auch wenn es tatsächlich nur für einen Sonderwaggon reichen wird, kommen einige Lüneburger mit der Bahn. Andere Fan-Gemeinschaften mieten Reisebusse oder organisieren sich in Fahrgemeinschaften: „Die Reise wird lang, der Tag auch, aber wozu hat man Urlaub“, sagt Thater.

Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.des

24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1

24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 20.02.2019

#MissionMannheim: Fakten, Fakten, Fakten

Wenn am 24. Februar die Tore der SAP Arena in Mannheim öffnen, betreten die Finalisten mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen das Spielfeld. Obwohl über Sieg und Niederlage nicht auf dem Papier entschieden wird, können Rankings, Statistiken oder die individuellen Stärken Aufschluss über die Favoritenrolle bieten. Wir schauen auf die aktuelle Situation der vier Finalisten:


Statistisch gesehen ist der VfB Friedrichshafen Favorit im DVV-Pokalfinale der Männer (Foto: Sebastian Wells)

Die Anreise

Schon vor dem Anpfiff wird der SSC Palmberg Schwerin gut 670 Kilometer zurückgelegt haben. Für die SVG Lüneburg liegt Mannheim mit 545 Kilometern nur unwesentlich näher. Der VfB Friedrichshafen muss zur SAP Arena zwar nur etwa 320 Kilometer zurücklegen, aber für die Frauen von Allianz MTV Stuttgart könnte man das Finalspiel mit lediglich 140 Kilometern auf dem Anreise-Zähler fast schon als Heimspiel bezeichnen.

Erfahrung

Nach 15 Pokalsiegen haben die „Häfler“ die größte Erfahrung im Stemmen der 8,5 Kilogramm schweren Trophäe. Ihren Gegnern aus dem Lüneburger Land ist dieses Gefühl noch absolut unbekannt. In der Wertung der Frauen hat Schwerin mit fünf zu drei Pokalsiegen die Nase knapp vor den Konkurrentinnen aus Stuttgart.

Statistik-Meister

Ähnlich ausgeglichen die Spielstatistiken: Obwohl die Stuttgarterinnen an der Tabellenspitze der Volleyball Bundesliga stehen, belegt der SSC Palmberg Schwerin in der statistischen Gesamtauswertung Rang eins, Stuttgart hingegen nur Rang vier.
Auch bei den Männern steht mit der SVG Lüneburg das Topscorer-Team der Liga im Finale. Zusätzlich führen sie auch die Blockstatistik an. Sie treffen auf die Annahme- und Abwehrspezialisten aus Friedrichshafen.

Klasse oder Masse?

Beim VfB Friedrichshafen stehen aktuell elf Spieler im MVP Ranking der Volleyball Bundesliga. Klasse statt Masse dagegen bei der SVG Lüneburg: unter anderem der mit fünf Gold- und zwei Silbermedaillen dekorierte Drittplatzierte (Cody Kessel) des Rankings. Ein ähnliches Bild bei den Frauen: Auch Allianz MTV Stuttgart reist mit elf MVP-Spielerinnen an, trifft auf der anderen Netzseite dafür auf die Nummer eins (Jennifer Geerties) und Nummer vier (Kimberly Drewniok) des Rankings.

Jung, aber oho

Die beiden jüngsten des DVV-Pokalfinals, Pia Kästner (Stuttgart) und Konrad Thole (Lüneburg), sind gerade einmal 20 und 19 Jahre alt. Doch trotz seines Alters teilt sich Thole die Auszeichnung des größten Spielers auf dem Feld mit Jakob Günthör (Friedrichshafen). Mit 2,12 m fehlen ihnen nur zwölf Zentimeter bis zur Netzoberkante des Frauen-Volleyballnetzes. Als größte Spielerin macht Lauren Barfield (1,95 m) vom SSC Schwerin diesen beiden zwar keine Konkurrenz, überragt aber trotzdem gleich zehn ihrer männlichen Kollegen, die am Sonntag auf dem Feld stehen werden.

Globaler Schlagabtausch

Die sprachliche Verständigung unter den Spielern könnte schwierig werden, wenn insgesamt 17 Nationalitäten an den Start gehen. Neben 23 Spielerinnen und Spielern aus Deutschland werden europäische Akteure aus den Niederlanden, Ungarn, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Norwegen, Kroatien, Polen, Rumänien, der Slowakei und Tschechien vertreten sein. Außerdem dabei: USA, Kanada, Brasilien und Japan.

Drei Mal ist Pompes Recht

Lüneburgs Kapitän Matthias Pompe hat es nach drei Anläufen mit seinen ehemaligen Vereinen SWD powervolleys Düren, Volleyball Bisons Bühl und TV Rottenburg nun mit der SVG endlich in sein erstes Pokalfinale geschafft. Dabei unterstützt werden er und seine Mannschaftskollegen von einer Achtsamkeitstrainerin, die den Spielern hilft, mit Drucksituationen besser klar zu kommen.

Quadrupel oder Revanche

Bei allen drei Pokalsiegen der Stuttgarter 2011, 2015 und 2017 war Kim Renkema als MTV-Spielerin dabei. Nach ihrem Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen blieb sie dem Verein treu, heute als Sportdirektorin. Ob das allerdings wieder zum Titelgewinn reicht oder ob Schwerin nach der Finalniederlage 2017 die Revanche schafft, wird sich am Sonntag herausstellen.

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 18.02.2019

Volleyball - Rückblick Allianz MTV Stuttgart feiert den DVV-Pokalsieg 2017

#MissionMannheim: »Wie Sand zwischen den Fingern«

Es soll Volleyballfans geben, denen noch heute – zwei Jahre danach – der Mund offen steht. Das DVV-Pokalfinale 2017 der Frauen übertraf sämtliche Erwartungen. Ein Spiel, das sich in die Pokalhistorie eingebrannt hat, in das kollektive Gedächtnis eines jeden Volleyball-Fans. Dieser 29. Januar 2017 hallt in der Volleyball-Welt bis heute nach.

Aber der Reihe nach: Vor dem historischen Finale verfolgten beide Teams konträre Strategien: Während ein Team in den letzten Wochen vor dem Event alle Ligaspiele dem großen Traum unterordnete, versuchte man im anderen Lager, dem Druck mit Normalität entgegen zu wirken. Schon vor dem Spiel war eine besondere Stimmung in der Halle zu spüren.

Hier erzählen drei Spielerinnen, wie sie dieses Finale erlebten:

Kim Renkema
Damals Kapitänin Allianz MTV Stuttgart, verletzt und kurz vor ihrem Karriereende, heute Sportdirektorin Allianz MTV Stuttgart

Jennifer Pettke
Damals Allianz MTV Stuttgart, erstes DVV-Pokalfinale, heute Rote Raben Vilsbiburg

Lenka Dürr
Damals SSC Palmberg Schwerin, Libera, drittes DVV-Pokalfinale, heute Rote Raben Vilsbiburg

Kurz vor Spielbeginn: 14 Uhr

Renkema
Wenn man in die Arena läuft und die blaue und gelbe Wand sieht, ist das beeindruckend. Vor 10.000 Zuschauern zu spielen – das erlebt man als Volleyballerin nicht oft.

Pettke
Da bekommt man Gänsehaut und geht mit einem Lachen aus der Kabine.

Dürr
Man merkt, dass etwas Besonderes passiert.

Satz 1, Spielstand 6-4: Lichtausfall in der SAP Arena, das Spielfeld liegt im Dunkeln

Dürr
Ernsthaft? Kann ich mich gar nicht daran erinnern.

Renkema
Das weiß ich noch. Wenn man auf dem Feld steht, erinnert man sich viel weniger an das, was passiert ist.

Satz 1, Spielstand 18-19: Jennifer Pettke wird eingewechselt

Pettke
Ich war total überrascht, als der Trainer mich kurzfristig aufs Spielfeld beordert hat. Es ging für mich nie darum, ob ich spiele oder nicht. Ich wollte einfach diesen Pokal gewinnen.

Satz 2, Spielstand 24-14 (1:0) für den SSC

Dürr
Man kämpft sich in das Spiel und die ersten beiden Sätze liefen wirklich gut für uns.

Pettke
Schwerin hatte den Flow und das Lachen im Gesicht.

Renkema
Wir hatten nur wenig Hoffnung, das Spiel noch zu drehen.

Trotz kämpferischer Aufholjagd heißt es am Ende des zweiten Satzes 25-21 für den SSC (2:0)

Satz 3, Spielstand 11-4 (2:0) für den SSC: Der MTV scheint geschlagen und wechselt die Zuspielerin

Renkema
Als unsere zweite Zuspielerin aufs Feld kam, lief es auf einmal.

Pettke
Es wurde immer knapper und dann ist das Momentum gekippt.

Dürr
Man hat genau gemerkt, dass sie uns das Spiel, das wir eigentlich in der Hand hatten, wieder entrissen. Es war wie ein Tauziehen.

Renkema
Wir wurden stärker und Schwerin hat immer mehr Probleme bekommen.

Pettke
Und dann kamen Spaß und Leidenschaft dazu.

Dürr
Man merkt, wie es bröckelt. Man versucht es festzuhalten, aber es rinnt wie Sand zwischen den Fingern.

Satz 4, Spielstand 4-8 (2:1): erste technische Auszeit

Renkema
Da hab ich gesagt: „Wir gewinnen das noch!“

Dürr
Wir hatten Stuttgarts Außenangreifer nicht mehr gut im Griff. Es gab taktische Anweisungen. Die will man umsetzen, aber obwohl man es versucht, schafft man es einfach nicht. Das führt dazu, dass man noch mehr Risiko geht und dann gelingt es trotzdem um Millimeter nicht.

Satz 5, Spielstand 0 - 0 (2:2)

Renkema
Wenn man in den Gesichtern der Gegnerinnen sieht, dass sie nicht mehr die Zuversicht ausstrahlen, geht man voller Vertrauen in den letzten Satz. Das Vertrauen ist das Wichtigste in so einem Pokalfinale.

Pettke
Das ist dieser Flow, in dem man ist. Man riskiert mehr, aber man weiß auch, dass man es kann. Der letzte Ballwechsel war dann extrem lang, es ging immer wieder hin und her.

Renkema
Zum Schluss greift Renata Sandor nur noch mit halber Kraft an, aber schafft es den Ball durch den Schweriner Block zu bringen. Unberechenbar taumelt der Ball vor die Füße der Abwehr.

Pettke
Als der Ball endlich auf dem Boden war …

Renkema
… war das ein so euphorischer Moment, dass man sich später gar nicht so genau daran erinnern kann.

Die Siegerehrung

Pettke
Gänsehaut pur. Die Wangen tun weh vor Lachen, aber man kann nicht aufhören, weil es einfach so schön ist.

Renkema
Das sind die schönsten Momente der Karriere, wenn man Titel gewinnt.

Dürr
Es gibt Spieler, die nach so einer Niederlage frustriert sind, aber für mich gibt es andere Dinge im Leben, die mich mehr aus der Bahn werfen würden. Da nehme ich eher das Positive mit und erfreue mich an dem, was ich habe.

Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.de

24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1

24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 15.02.2019

#MissionMannheim: Wenn die Freundschaft ruhen muss

Im Erfolg vereint: Denise Hanke und Pia Kästner bilden in der Nationalmannschaft ein Zuspiel-Duo. Gemeinsam sorgten sie bei der Weltmeisterschaft 2018 für den ersten WM-Sieg der Geschichte gegen Brasilien. Doch nicht nur auf dem Court verstehen sich die beiden – auch privat sind sie befreundet. Am 24. Februar aber ruht diese Freundschaft: Beim DVV-Pokalfinale in der SAP Arena stehen sie sich mit ihren Mannschaften SSC Palmberg Schwerin und Allianz MTV Stuttgart als Gegnerinnen gegenüber. 

Zwei Generationen

Fast ein Jahrzehnt trennt das Zuspielduo: Denise Hanke, 29 Jahre, seit über zehn Jahren Teil der Nationalmannschaft, zweifache DVV-Pokalsiegerin, fünffache deutsche Meisterin und das Gesicht des SSC Palmberg Schwerin. Pia Kästner, 20 Jahre, erst frisch zur Nationalmannschaft gestoßen, steht am 24. Februar in ihrem ersten großen Finale.

Erstes Treffen in der Nationalmannschaft

Ein Altersunterschied, der sich nicht bemerkbar macht – weder auf dem Court, noch abseits davon. Kennengelernt haben sich beide im vergangenen Sommer in der Nationalmannschaft: „So etwas wie Konkurrenzdenken gab es nicht. Ich wusste, dass ich da bin, um zu lernen“, sagt Kästner über ihr Debüt. Eine Einstellung, die auch Denise Hanke gefallen hat: „Wir haben uns von Beginn an super verstanden. Auf den Flügen haben wir oft nebeneinander gesessen und uns zwischendurch sogar ein Zimmer geteilt.“

Ritterschlag gegen Brasilien

SSC-Coach und Nationalmannschaftstrainer Felix Koslowski fand schon vor der Weltmeisterschaft im vergangenen Sommer lobende Worte für seine Strippenzieherinnen: „Pia ist eines der größten Talente in Deutschland. Denise spielt seit Jahren auf hohem Niveau und ist mit ihrer Qualität sehr wichtig für uns.“ Es sollte eine WM werden, die durch den Sieg über Brasilien in die Volleyballhistorie einging: Deutschland lag mit 0:2 und 17-21 in Rückstand, drehte das Spiel aber noch.
„Es war ein unglaublich schöner Moment für uns alle“, sagt Hanke, „Pia hat nach ihrer Einwechslung ein starkes Spiel gemacht.“ Und das, obwohl Kästner bei ihrer Einwechslung mit Lampenfieber zu kämpfen hatte. „Nach meiner Einwechslung gegen Brasilien wurde die Aufregung noch einmal stärker“, sagt Kästner. „Ich habe den Blickkontakt mit Denise gesucht.“

Erinnerungen an 2017

Wenn sich die beiden am 24. Februar in die Augen schauen, wird ein Netz zwischen ihnen sein. Die Ansetzung des DVV-Pokalfinals der Frauen weckt Erinnerungen an 2017. Vor zwei Jahren standen sich Schwerin und Stuttgart schon einmal in der SAP Arena gegenüber und lieferten sich ein legendäres Fünfsatz-Match, das die Stuttgarterinnen für sich entschieden. Damals schon dabei: Denise Hanke: „Ohne Frage war es eine bittere Niederlage. Im Team ist dies aber kein Thema mehr, auch weil wir heute ein anderes Team sind“, sagt sie.
Ganz anders die Situation in Stuttgart: „Wir reden im Team oft über das Spiel. Ich habe es 2017 noch live vor dem TV verfolgt. Ich dachte mir damals schon, dass ich dieses Gefühl auch unbedingt einmal erleben möchte, daher ist für mich ist jetzt schon ein Traum in Erfüllung gegangen,“ sagt Kästner, die unlängst ihren Vertrag mit dem Allianz MTV Stuttgart bis 2021 verlängerte.

Die Freundschaft muss ruhen

In Schwerin träumen sie dagegen vom ersten Pokalgewinn seit sechs Jahren. Aber auch für Hanke ist das Spiel an sich ein Highlight. „Dieses Finale ist das größte Spiel, das wir Volleyballer in Deutschland erreichen können – ein unvergessliches Erlebnis“, sagt Hanke.
Es ist ein Tag, den die beiden Freundinnen getrennt erleben werden, jeweils in ihrem eigenen Film. Die Freundschaft wird für die Dauer des Finals ausgesetzt. „Während des Spiels ist es mir egal, gegen wen ich spiele. Ich will gewinnen“, sagt Kästner.

Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.de
24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1
24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 15.02.2019

#MissionMannheim: Presse-Brunch läutet Endspurt ein

Mit einem Presse-Brunch in der SAP Arena in Mannheim haben der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) und die Volleyball Bundesliga (VBL) den Endspurt in Richtung des DVV-Pokalfinals am 24. Februar eingeleitet. Dabei sprachen Jens Reithmann (operative Geschäftsleitung SAP Arena), Christian Dünnes (DVV-Sportdirektor) und Lothar Quast (Sportbürgermeister von Mannheim) vor knapp 20 Journalisten über Deutschlands größtes Volleyball-Highlight.

ViB24.TV Jens Reithmann, Christian Dünnes und Lothar Quast (v.l.n.r.) beim Pressebrunch in der SAP Arena (Foto: Alfred Gerold)
Jens Reithmann, Christian Dünnes und Lothar Quast (v.l.n.r.) beim Pressebrunch in der SAP Arena (Foto: Alfred Gerold)

Lothar Quast, Sportbürgermeister Mannheim
"Wir sind begeistert, dass wir das DVV-Pokalfinale bereits zum vierten Mal in Mannheim austragen. Es ist jedes Jahr ein tolles Event, mit über 10.000 Volleyballfans in der Stadt. Das passt, denn Mannheim ist eine Sportstadt. Ich weiß nicht genau, wer 2016 den Einfall hatte, das Pokalfinale nach Mannheim zu holen. Aber es war eine fantastische Idee. Es ist ein wichtiges Event – für uns als Stadt und für den deutschen Volleyball."

Jens Reithmann, operative Geschäftsleitung SAP Arena
"In der SAP Arena haben wir jährlich etwa 500.000 Sportfans zu Gast. Bei den Volleyballern fällt auf, wie sehr auch auf den Rängen das Motto „Home of Respect“ gelebt wird. Es ist jedes Jahr ein Highlight und mittlerweile fest in unseren Veranstaltungskalender integriert. Und, so viel sei verraten: Auch im kommenden Jahr wird das Pokalfinale wieder in der SAP Arena stattfinden, am 16. Februar 2020."

Christian Dünnes, DVV-Sportdirektor
"Der Umzug nach Mannheim 2016 war der nächste Schritt in der Entwicklung des Events. Hier herrschen perfekte Bedingungen. Aus Spielerperspektive ist der Wettbewerb etwas ganz Besonderes, das sind Highlight-Momente einer Karriere. Jeder Volleyballer will einmal ins DVV-Pokalfinale nach Mannheim. Am 24. Februar erwarten uns spannende Spiele: Bei den Frauen ist es in diesem Jahr ausgeglichen. Bei den Männern scheint es von den Namen her ein Duell Klein gegen Groß zu sein. Aber sportlich sind Lüneburg und Friedrichshafen in dieser Saison auf Augenhöhe."

Das DVV-Pokalfinale der Männer live auf SPORT1+ und SPORT1.de

24.02.2019, 13:30 Uhr: SVG Lüneburg vs. VfB Friedrichshafen

Das DVV-Pokalfinale der Frauen live auf SPORT1

24.02.2019, 16:15 Uhr: SSC Palmberg Schwerin vs. Allianz MTV Stuttgart