Vilsbiburger Baskets ziehen mit 69:84 bei OSB Hellenen München auswärts erneut den Kürzeren 21.10.2018

Vilsbiburger Baskets ziehen mit 69:84 bei OSB Hellenen München auswärts erneut den Kürzeren
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Medieninformation | Baskets Vilsbiburg | 21.10.2018

Die Achterbahn-Fahrt geht weiter

Stark begonnen und genauso stark nachgelassen – Auswärts kommen die Baskets Vilsbiburg in der neuen Saison einfach noch nicht in Fahrt. Am vergangenen Wochenende setze es für die Vilsbiburger Regionalligabasketballer auch im dritten Anlauf eine 69:85 (42:43) Auswärtspleite. Mit drei Siegen bei drei Niederlagen und Tabellenplatz 6 liegt man trotzdem noch voll im Soll.

Neben den Langzeitverletzten Fil Schinhammer und Lubos Novy musste Coach Vilas krankheitsbedingt auch noch auf Kapitän Michael Mayr verzichten. Doch auch ohne die drei Routiniers erwischten die Baskets auswärts erneut den besseren Start. Gute Defense, hohes Tempo und schöner Teambasketball brachten die Gäste aus Niederbayern innerhalb von zwei Minuten mit acht Punkten in Front (10:2). Diesen Vorsprung konnte man auch bis zum Ende des ersten Viertels behaupten (23:17).

Bereits im zweiten Viertel drosselte das Vilas-Team das Tempo und ließ München so von Minute zu Minute mehr ins Spiel kommen. Münchens Topscorer Omari Knox (18 Punkte) und William Bessoir (21 Punkte) hielten nun energisch dagegen, brachten die Gastgeber erstmals in Führung (13. Spielminute; 26:29), um diese auch bis zur Halbzeitpause nicht mehr abzugeben (42:43).

Entscheidend für die am Ende doch relativ deutliche Niederlage war dann das dritte Viertel. Die Baskets versuchten die Gastgeber mit einer Ganzfeldpressverteidigung unter Druck zu setzten und so aus dem Konzept zu bringen. Doch der Schuss sollte deutlich nach hinten los gehen. Die Hellenen fanden immer wieder Schwachstellen in der Vilsbiburger Defense, nutzen diese konsequent aus und zogen mit einem 13:4-Lauf bis zum Ende des Viertels auf 55:66 davon.

Im letzten Viertel versuchte das Vilas-Team vor allem über Einzelaktionen die Partie zu drehen. Doch Offensiv erwischten die Baskets in fremder Halle von der Dreierlinie (6 Treffern bei 25 Versuchen) erneut einen rabenschwarzen Tag und trafen gerade bei der Wurfauswahl nicht immer die richtige Entscheidung. Folglich konnte man auch nicht mehr verkürzen, sondern mussten neben dem Schlussabschnitt (14:18) auch das Spiel (69:84) verloren geben.

„Frustrierend. So einfach lässt sich die Niederlage heute zusammenfassen. Gerade in der zweiten Halbzeit hat man gemerkt, dass uns in solchen Situationen einfach die Kaltschnäuzigkeit und Erfahrungfehlt, um das Spiel dann nochmal gemeinsam als Team zu unseren Gunsten zu drehen“, zeigt sich Headcoach Marc Vilas nach der Niederlage freilich wenig zufrieden.

Trotz der erneuten Auswärtsniederlage liegen die Vilsbiburger weiterhin voll im Soll, sollten aber am kommenden Wochenende das nächste Heimspiel unbedingt gewinnen. Am Samstag 18.30 Uhr empfangen die Baskets hierzu den TV Goldbach in der Vilsbiburger Ballsporthalle.

Baskets (Punkte/Dreier): Circiroglu (5), Barovic (12), Leierseder (4), Hoffmann (14), Billinger, Hrschitza, Möllenkamp (2), Wagner (7/1), Theisinger, Dell, Goderbauer (11/3), Corsi (14/2)

Vorbericht:

Klappt es jetzt auch in der Ferne

Baskets gastieren am Samstagabend (Spielbeginn 20.00 Uhr) bei OSB Hellenen München

Nach zwei Saison-Niederlagen in fremder Halle wollen die Vilsbiburger am kommenden Samstagabend endlich auch in der Ferne etwas Zählbares mitnehmen und an die starken Vorstellungen aus den Heimspielen anknüpfen. Das Gastspiel in München dürfte dabei alles andere als ein Selbstläufer werden.

„Einfache Gegner und einfache Spiele gibt es für uns nicht. Wir sind jung und müssen noch viel lernen. Allerdings haben wir gerade in den Heimspielen gezeigt, wozu wir an einem guten Tag in der Lage sind“, blickt Coach Vilas mahnend auf die bevorstehende Aufgabe.

In der letzten Saison erreichten die Hellenen als Aufsteiger einen respektablen 6. Platz. Damals konnten die Vilsbiburger beide Spiele knapp für sich entscheiden. In München ging man hauchdünn mit einem Punkt Differenz als Sieger vom Feld, beim Heimspiel in Vilsbiburg setzte man sich erst nach Verlängerung durch.

Die Landeshauptstädter zählten vor der Saison aufgrund der ausgezeichneten Premieren-Saison zum erweiterten Kreis der Titelfavoriten. Doch der Start in die neue Saison verlief für das Team von Neu-Coach Misel Lazarevic anders als erwartet. In den ersten drei Spielen konnte man kein Spiel gewinnen. Das Fehlen von Big-Guy Jermain Lippert (Schulterverletzung) konnte bis lang nicht kompensiert werden. So lastet in dieser Saison noch mehr Verantwortung auf dem letztjährigen Ligatopscorer Omari Knox. Der US-Amerikaner ist nach wie vor Dreh und Angelpunkt im Münchner Spiel und mit 17,8 Punkten bester Werfer seines Teams. Die meiste Unterstützung bekommt er vom Nachwuchstalent William Bessoir (16 Punkte pro Spiel). Die beiden waren auch die Garanten für den ersten Saisonsieg der Hellenen. Am vierten Spieltag konnte man gegen den TV Goldbach 1897 mit 80:58 den ersten Saisonsieg einfahren. Bessoir und Knox erzielten dabei die Hälfte der Münchner Punkte, wobei das ganze Team durch eine beeindruckende Reboundarbeit (51 Rebound) zu überzeugen wusste.

Die Vilsbiburger sind also gewarnt bei der Arbeit unter den Brettern nicht nachlässig zu werden. Auf der anderen Seite ist man sich gerade hier der eigenen Stärke bewusst. Mit 222 gesicherten Abprallern sind die Niederbayern in dieser Kategorie Spitze. Unter anderem war es die Rebound-Dominanz (52:33) die den Vilsbiburgern am vergangenen Samstag gen 79:68-Heimsieg gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer aus Breitengüßbach sicherte.

„Gerade das erste Viertel war schon sehr stark. Wir haben gut verteidigt und als Team gespielt. Allerdings muss man auch sehen, dass Breitengüßbach ohne zwei sehr wichtige Spieler angereist war. Mit drei Siegen aus den ersten beiden Spielen stehen wir jetzt voll im Soll. Gegen München aber auch gegen Goldbach wollen wir diese hervorragende Ausgangsposition nutzen, um unsere komfortable Tabellensituation weiter zu festigen“, so der Baskets-Headcoach.