Volleyball VBL-Vorstand setzt Maßnahmen-Paket gegen Corona-Folgen in Kraft 27.04.2020

Volleyball VBL-Vorstand setzt Maßnahmen-Paket gegen Corona-Folgen in Kraft
ViB24.TV - Volleyball Der Volleyball soll bald wieder fliegen können - daran arbeiten VBL und Vereine gemeinsam (Foto: Conny Kurth)

Medieninformation | Volleyball Bundesliga | 27.04.2020

Der Vorstand der Volleyball Bundesliga (VBL) hat umfangreiche Sofortmaßnahmen gegen die negativen Folgen der Corona-Pandemie für die VBL-Vereine verabschiedet. Nach Auswertung der Abstimmungen in den Arbeitskreisen der 1. und 2. Bundesligen beschloss der VBL-Vorstand auf Grundlage von Paragraph 6 der Satzung mit sofortiger Wirkung zahlreiche Änderungen des Lizenzstatuts.

„Ich möchte mich im Namen des Vorstands bei allen Vereinen bedanken, dass das vorgeschlagene Maßnahmen-Paket mit so großer Mehrheit – in vielen Bereichen sogar einstimmig – bestätigt wurde“, sagt VBL-Präsident Michael Evers. „Wir werden die Situation weiterhin genau verfolgen und analysieren, um die Maßnahmen auch veränderten zukünftigen Bedürfnissen und Gegebenheiten anpassen zu können.“

Das verabschiedete Paket hat ein Volumen von knapp 200.000 Euro an Zahlungsreduktionen für die Vereine sowie weiteren rund 100.000 Euro Direkteinsparungen im Haushalt der Volleyball Bundesliga GmbH. Alle Maßnahmen gelten zunächst ausschließlich für die Saison 2020/21.

So verzichten die Lizenzliga-Schiedsrichter auf einen Teil ihrer Honorare, die wirtschaftliche Lizenzierung wird auf eine Runde (1. September) verkürzt und alle bestehenden Ausnahmeregelungen für Spielhallen werden verlängert. In weiten Teilen werden zudem die Geldstrafen für Verstöße gegen das Lizenzstatut ausgesetzt. Damit werden finanzielle Risiken für Stammverein und Lizenznehmer abgesenkt, die darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, die Lizenzgebühren in Raten zu zahlen, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen.

Weiterhin wurden diverse Einzelmaßnahmen in den Handlungsfeldern Administration und Management, Sportentwicklung und Nachwuchsförderung beschlossen. Dabei handelt es sich überwiegend um Maßnahmen, die bereits in Vorjahren entschieden und zur Saison 2020/21 erstmals in Kraft treten sollten. Für jeden Club entstehen hierdurch zusätzliche Einsparungspotenziale im unteren sechsstelligen Bereich (1. Bundesligen) bzw. mittleren fünfstelligen Bereich (2. Bundesligen).

„Unser oberstes Ziel bleibt – abgesehen von der Gesundheit der Bevölkerung – die Wiederaufnahme des Spielbetriebs“, sagt VBL-Geschäftsführer Klaus-Peter Jung. „Um den Spielbetrieb wie geplant im September für die 2. Liga und im Oktober für die 1. Liga wieder aufnehmen zu können, erarbeitet die Volleyball Bundesliga jetzt Durchführungsbestimmungen sowie Hygiene- und Sicherheitsstandards.“

Stimmen zum Maßnahmen-Paket aus den Vereinen:

Sandra Zimmermann, Geschäftsführerin Dresdner SC: „Die vorgenommenen Anpassungen bei der wirtschaftlichen Lizenzierung sind unkompliziert auf den Weg gebracht worden. Sie entlasten – ebenso wie die übrigen Maßnahmen – die Vereine und geben uns ein Stück mehr Planungssicherheit.“

Fritz Frömming, Geschäftsführer WWK Volleys Herrsching: „Uns nimmt die Verlängerung der Ausnahmegenehmigung für die Nikolaushalle finanziellen und organisatorischen Druck. Die Volleyball Bundesliga leistet hier hervorragende Arbeit für und mit den Vereinen. Gerade in dieser Phase müssen wir zusammenstehen und gemeinsam positive Akzente setzen, dann bin ich davon überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen können. Unser besonderer Dank gilt auch den Schiedsrichtern, deren Honorarverzicht nicht hoch genug geschätzt werden kann.“

Thomas Bartel, Teammanager DSHS SnowTrex Köln: „Es ist schön zu sehen, dass der VBL-Vorstand in dieser Situation ohne bürokratische Hürden ein wirklich weitreichendes Maßnahmen-Paket aufgelegt hat, das auch den Mannschaften der 2. Ligen spürbare Erleichterungen bringt.“

Benedikt Bauer, Teammanager GSVE Delitzsch: „Das Maßnahmen-Paket ist für alle Vereine eine große Hilfe. Kein Verein hat durch den Erlass von Vorgaben den Anspruch den Standard runterzufahren. Aber die Situation in der weiterhin sehr unsicheren Lage wird dadurch merklich entspannt.“

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Fabian Kunze
Geschäftsleiter Medien | Manager TV und Streaming

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